Direkt zum Hauptmenü. Direkt zum Untermenü. Direkt zur linken Navigation. Direkt zum Text.

Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

3. Feb. 08 - 4. Sonntag im Jahreskreis / Estomihi

 

 

ev. Reihe VI kath. 1. L. kath. 2. L. kath. Evang.
Jes 58, 1-9a Zef 2, 3; 3, 12-13 1 Kor 1, 26-31 Mt 5, 1-12a

Der Verfasser betrachtet detailliert den Text der ev. Reihe VI und bietet danach eine Brücke von den Texten der kath. Leseordnung zu seinen Ausführungen. Stichworte: falsches und echtes Fasten, verzerrte Selbstwahrnehmung, selbstgenügsame Kirche mit wenig Bezug zur sozioökonomischen Wirklichkeit, Klimawandel, Lebenslügen, Verlustangst als Motiv für „falsches Fasten“ (Jes 58); die Freiheit der Kinder Gottes als Kern des Evangeliums begreifen (kath. Perikopen)

 

Zur Stellung im Kirchenjahr

 

Der Sonntag Estomihi ist der letzte Sonntag vor der Passionszeit, die für viele Gläubige entweder traditionell mit dem Thema „Fasten“ verbunden ist oder neu (die evangelische Aktion „7 Wochen ohne“) mit der Fastenthematik verknüpft wurde. Insofern ist dieser Sonntag besonders geeignet, dazu anzuregen, über Verbindungen zwischen eigenem Lebensstil und Glauben nachzudenken. Die mit dem Predigttext Jes 58 (in der evangelischen Reihe VI) vorgegebene Frage nach falschem und echtem Fasten rückt die Thematik vollends ins Grundsätzliche.

 

Exegetische Hinweise zu Jesaja 58, 1-9a [1]

 

Der Text gehört zur Gattung der prophetischen Mahnrede, zu der der Prophet mit v.1 beauftragt wird. Der Autor dieser Rede lebt im Kontext der frühnachexilischen, jüdischen Gemeinde. Die von der Exegese unter dem Namen des „Tritojesaja“ zusammengefassten prophetischen Texte stehen sowohl in der Tradition der Gerichtsankündigungen der vorexilischen Propheten wie der Heilsankündigungen des zweiten „Jesaja“, die ihren Sitz im Leben im babylonischen Exil haben. Vor diesem Hintergrund wird die nachexilische Situation erlebt und zu verarbeiten gesucht, die sich als so ganz anders erweist als das Volk im Sog der Heilsankündigungen hoffen durfte; in der erfahrenen Wirklichkeit zeigt sie sich nämlich als hart und mühsam, schier ohne Aussicht auf eine heilvolle Zukunft.

 

In den Jahren nach 450 v. Chr., nach der Rückkehr eines großen Teils der Israeliten aus dem babylonischen Exil, sind die von Deuterojesaja vorausgesagten Heilswerke Gottes ausgeblieben und nichts an der Situation der Israeliten deutet auf eine gravierende Verbesserung der Lage, gar eine Wende mit eschatologischem Charakter hin – im Gegenteil. Viele der Exilierten haben es sogar vorgezogen, in ihrem babylonischen Exil zu bleiben, die in Juda und Jerusalem Lebenden bemühen sich, Gott durch Fastenfeiern gnädig zu stimmen. Davon zeugt die Klage der Gemeinde (v. 3a): „Warum haben wir gefastet, aber du siehst es nicht an? Wir haben uns gedemütigt, aber du erkennst es nicht an!“ Ähnlich wie Sacharja (vgl. Kap. 7) übt der Prophet heftige Kritik an einer religiösen Praxis, die den frommen Ritus instrumentalisiert und von den Wahrheiten des alltäglichen Lebens apart setzt.

 

Während v. 2 zeigt, dass das Volk bzw. die Gemeinde sich selbst als rechtschaffen und gottesfürchtig einschätzt („als wären sie ein Volk, das Gerechtigkeit tut und das von seiner Gottheit gesprochene Recht nicht verlässt“), lässt die zugleich religi wie soziale und ökonomische Kritik des Propheten ein anderes Licht auf die Situation fallen: Anspruch und Wirklichkeit fallen geradezu brutal auseinander, am Tag des Fastens noch werden die Arbeiter ausgebeutet, so der hebräische Text v. 3b bzw. bei den Schuldnern werden die Pfänder eingetrieben, so die LXX (εν γαρ ταις ημεραις των νηστειων υμων ευρισκετε τα θεληματα υμων και παντας τους υποχειριους υμων υπονυσσετε). Sogar mit physischer Gewalt werden die Opfer traktiert (v. 4) – ein solches „Fasten“ ist Gott nicht wohlgefällig.

 

Nicht sich in „Sack und Asche“ zu betten (v. 5), schon gar nicht die Bedrückung der Armen sind Gott wohlgefällig, sondern „Unrechtsfesseln öffnen, Jochstricke lösen, Misshandelte als Freie entlassen, jedes Joch…“ zerbrechen (vv. 6), darum geht es, das ist ein Gott wohlgefälliges „Fasten“! Tritojesaja stellt sich hiermit in die Exodustradition, die bis zur Praxis Jesu und in Paulus’ Galaterbrief hinein die Befreiungstat Gottes mit unserer Freiheit verkn „Zur Freiheit hat uns der Messias befreit, steht also aufrecht und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Sklaverei fangen“ (Gal. 5, 1). Zugleich schimmern die Weisungen aus dem Gleichnis vom Weltgericht Mt. 25 durch (v. 7). Erst solches lebensdienliche Verhalten „im Alltag der Welt“ lässt das Licht der eschatologischen Erfüllung hervorscheinen (v. 8 f.).

 

Diese Botschaft des befreienden Gottes wird nicht nur in die prekäre politische Lage der mit dem Wiederaufbau nach der Rückkehr aus dem Exil Beschäftigten, sondern auch in eine besondere sozioökonomische Situation hineingesprochen: Die persische Besatzungsmacht war seit Darius zu der Praxis übergegangen, Steuern in Gestalt von Münzgeld einzutreiben. Diese Praxis hat zur Verelendung weiter Kreise der Bevölkerung geführt, die gezwungen waren, ihren Grund und Boden zu beleihen, um die Steuergelder abführen zu können (vgl. Neh 5, 4 ff.). Viele gerieten dadurch in Schuldknechtschaft. Zugleich war eine jüdische Aristokratie an der Praxis der Kreditvergabe mit der Folge der Überschuldung für viele offensichtlich aktiv beteiligt. Die Forderung nach der Gerechtigkeit Gottes, die der Gemeinde zugute kommen soll und die Gerechtigkeitsmaßstäbe des eigenen Weltumgangs klaffen also weit in diesen frühen Zeiten der „Globalisierung“ auseinander – und die Unrechtserfahrungen schon dieser frühen Form der Globalisierung entz sich am Geldmechanismus, der die Verschuldung weiter Bevölkerungskreise fördert.

 

Homiletische Hinweise

 

Der Text zeichnet das zweigeteilte Bild einer Gemeinde, die sich offensichtlich selbst in die Tasche lügt: „Wir fasten ja, und Du, Gott, siehst es nicht ein! Wir kasteien unseren Leib, und Du, Gott, willst davon nichts wissen!“ – und die daran verzweifelt, dass die scheinbar so wohl gefügte Ordnung nicht funktioniert. In den Augen der Frommen ist scheinbar alles in Ordnung – doch das gewünschte Ergebnis tritt nicht ein, das treibt zur Verzweiflung. Die andere Seite dieser Dichotomie ist das (un-)ethische Handeln im Alltag, die Ausbeutung der Armen, die entgegen sämtlichen Traditionen des Gottesvolkes scheinbar nichts mit seiner Gottesbeziehung zu tun hat. Sind die Menschen etwa mit Blindheit geschlagen?! Wie kann es nur sein, dass sie nicht sehen, was so offen zu Tage liegt?

 

Wenn wir diese Frage auf uns selbst und unsere Situation wenden, haben wir das Scharnier zwischen dem scheinbar abständigen Text und uns gefunden. Verstehen wir unsere Wirklichkeit von Medienveröffentlichungen, Gesprächen, politischen und kirchenleitenden Handlungen im Großen wie im Kleinen als Gewebe einander zugeordneter oder durcheinanderschießender Fäden, dann haben wir den „Text“ unserer Wirklichkeit.

 

Welches Bild zeichnet dieser „Text“, der unser öffentliches wie privates Leben ausmacht? Neben manchem prophetischen und heilenden Wort finden wir eine im Wesentlichen selbstgenügsame Kirche, die sich immer noch viel zu selten der Anstrengung unterzieht, die Analyse der sozioökonomischen Wirklichkeit mit dem Glauben zu verschränken. Wir trauen auf Wortf aus Wirtschaft und Politik, die „Wirtschaftswachstum“ als Allheilmittel predigen, obwohl doch z.B. die Herausforderung des Klimawandels eine ganz andere Richtung wirtschaftlichen Handelns und Planens gebietet. Wir ängstigen uns vor diffusen Gewalten, die aus der Weite einer physisch und psychisch kolonisierten und gedemütigten Welt in unser europäisches „Haus“ einzufallen drohen. Womit nur haben wir Klimawandel verdient? Unser tägliches Verhalten hat damit doch nichts zu tun! Schließlich brauchen wir freie Fahrt für freie Bürger…

 

Die Zahl derjenigen Bürger/innen in unserem Land, die die Hoffnung teilen, dass „mehr desselben“ (mehr Technik, mehr Wirtschaftswachstum…) bestimmt unsere Not wenden w ist vermutlich sehr hoch einzuschätzen. Die Predigt muss da ansetzen, wo wir von unserem Wahn befreit werden können, die Welt im Griff zu haben. Gar nichts haben wir im Griff, sondern es hat uns im Griff, so lange wir nicht eine neue Perspektive auf die Welt und unser Handeln gewinnen! Die Ökonomie macht uns zu Schuldnern an den natürlichen Ressourcen der Erde, während wir keineswegs bereit sind, unseren Schuldigern zu vergeben. Und das ist nicht nur die Ökonomie „der anderen“, der Großindustrie, der „großen Bosse“, sondern das ist zumindest auch die tägliche Ökonomie des Weges zum Arbeitsplatz, des Einkaufens, der gar nicht so sauberen Kleidung usw.

 

Der Prophet schreit gegen die Lebenslüge seines Volkes an, das mit scheinbar bestem Gewissen sein Recht vor Gott einklagt und selbst das Recht Gottes im eigenen Kontext beugt. Kollektiv angeeignete und gepflegte Verhaltensweisen aber, damals wie heute, verheißen Schutz, Schutz vor Verhaltensunsicherheit, Reduktion von überfordernder Komplexität. Die magische Praktik, die Gottheit durch Fasten zum Wohlverhalten zu zwingen, hat ihre eigene Rationalität. Aufklärung über die Freiheit Gottes, Aufklärung über den Zusammenhang von Tun und Ergehen bekommt es mit der Wut der Verlustängste zu tun; das haben schon die Propheten zu spüren bekommen.

 

Schafft doch „die Globalisierung“ und ihre sehr bewusste Instrumentalisierung schon gen Ängste! Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und vor einer prekären Zukunft der Kinder macht in dieser Gesellschaft die Leute schon kirre genug. Wenn dann noch jemand kommt, der oder die frontal und schrill Mahnungen vor dem Klimawandel, vor dem Ressourcenverbrauch, dem gefräßigen Lebensstil unserer Zivilisation ausstößt, der wird voraussichtlich am massiven Widerstand der Hörer scheitern. Die Angst, all die Sicherheiten zu verlieren, die gewohnte Verhaltensweisen und Erfahrungen bieten, wird die ohnehin vorhandenen Ängste noch verstärken und alles andere als die gewünschten Verhaltensänderungen in Richtung größerer „Nachhaltigkeit“ bewirken.

 

Diese Spirale, die nach unten zieht, wird erst dann durchbrochen, wenn wir begreifen, dass Gott uns freigelassen hat – und mit dieser Freiheit die Verantwortung verbunden ist, selbst über die Art zu leben zu entscheiden. Der biblisch verstandene Gott hat uns freigelassen, damit wir selbst loslassen können. Es gilt, Menschen loszulassen, die wir unter Druck setzen. Es gilt, natürliche Ressourcen nicht als bloße Verfügungsmasse unseres Herrschaftswissens zu missbrauchen. Es gilt, den Planeten nicht als gekidnapptes Gut zu behandeln. Es gilt, die Wirklichkeit der Freiheit der Kinder Gottes zu teilen.

 

Noch immer könnte solche Forderung nach „Loslassen“, nach Freilassen und Befreiung aber als „Moral“ daherkommen, als Zwang, der das Leben schmälert. Ja, es gibt auch gebieterische Zwänge, es gibt ethische Rahmenbedingungen, denen unbedingte Geltung einzuräumen ist. Aber der Kern des christlichen Glaubens ist eben nicht die Moral und auch nicht die Ethik, nicht die Herrschaft irgendwelcher „Werte“, sondern die im Glauben zu ergreifende Gewissheit, dass Gott uns liebt und zu allem befreit, was dem Leben dient. So kann das Loslassen als Gewinn auch für das eigene Leben verstanden werden.

 

Nur von diesem archimedischen Punkt aus kann das Leben neu gestaltet werden. Jetzt können wir fragen, welche Form von Wirtschaftswachstum dem Leben dient, ob überhaupt das Wachstum von Wirtschaft dem Leben dient, wem es denn dient und ob es mir und dir dient. Dann können wir fragen, ob nicht z.B. mehr Zeitsouveränität dem Leben mehr dient als ein neues, noch größeres Auto, wenn denn das die Alternative ist. Wenn deutlich ist, dass wir nicht nur „müssenâ , sondern können und dürfen, ist die Chance wesentlich höher, auf Gehör zu stoßen und echte Verhaltensänderungen anzuregen. Dann könnte es wenigstens fragmentarisch gelingen, Glaube und Leben zusammenzubringen, der Zweiteilung von rigiden Ängsten und kindlichen Hoffnungen, es m doch alles anders sein, den Garaus zu machen. „Dann wird dein Licht wie die Morgenr hervorbrechen, eilends wächst deine Wunde zu. Dann wird deine Gerechtigkeit vor dir hergehen, der Glanz Gottes sammelt dich auf.“ (Jes 58, 8)

 

 

Predigtidee

 

Ich würde mit einem Beispiel beginnen wollen, das bei vielen Lust auf Veränderung des eigenen individuellen und kollektiven Lebens wecken könnte, z.B.:

 

„Glück ⤠das ist, wenn die Zeit reif ist“, sagt der Hersbrucker Biolandwirt Uwe Neukamm [2]. Wenn die Zeit reif sei, werde er die Flächen mähen. Wenn die Zeit reif sei, werde er eine Scheune bauen. Wann die Zeit reif ist, entscheidet er selbst. „Die meisten Leute werden von der Zeit überholt und kommen gar nicht dazu, Zeit zu erleben.“

 

„Wie geht das?“

 

„Die Zeit einholen“

 

„Aber wie?“

 

„In der Gegenwart leben“, sagt Neukamm.

 

Der Biobauer verzichtet auf viele große und teure Maschinen, die andere Jungbauern anschaffen müssen, um eine profitable Landwirtschaft zu führen. Bei ihm bleibt nur wenig Geld hängen, aber es reicht zum Leben, und sein Leben und das seiner Familie ist intensiver als das vieler anderer – und langsamer.

 

Ihr Betrieb befindet sich in der Nähe des mittelfränkischen Ortes Hersbruck, der ersten deutschen Stadt, die sich der aus Italien kommenden Bewegung „Cittaslow“ angeschlossen hat: Städte, die das Lob der Langsamkeit singen. Wobei „langsam“ nicht als Gegenteil von schnell zu verstehen ist, sondern als Qualitätsmerkmal für Lebenswert.

 

„Langsame Städte wie das evangelisch-bayerische Hersbruck setzen den globalkapitalistischen Kreisläufen gezielt regionale Kreisläufe entgegen. Handelsketten sind unerwünscht, alteingesessene Betriebe werden bewusst gefördert, historische Flächen aus dem 15. Jahrhundert beweidet, Streuobstwiesen kultiviert. Die Bauern vermarkten direkt, in den Gaststätten kommt, auch wenn das Lamm ein paar Cent teurer ist, nur die ‚Heimat auf den Teller’.“

 

U.a. berichtet der Bürgermeister, dass das örtliche Thermalbad auch mit billigeren Hackschnitzeln aus Brasilien oder Tschechien beheizt werden könnte, man jedoch ausschließlich Hackschnitzel aus der Region bis zwanzig Kilometer im Umkreis verwende. „Man muss nicht autark sein, aber Autarkie ist ein genussvoller Luxus, der einen letztlich viel aufmerksamer und sorgfältiger werden lässt“, so der Bürgermeister.[3]

 

Langsamkeit in Zeiten der Beschleunigung, nachhaltiges Wirtschaften in Zeiten der Globalisierung? Geht das denn? Fordert das nicht Verzicht, Einengung, strenge Moralwächter, die auf das politisch korrekte Verhalten achten? Viele von uns meinen, dass nachhaltiges Wirtschaften vor allem mit Verzicht verbunden sei. Deshalb trauen sich so wenige daran. Deshalb fangen so wenige an. Doch das kleine Beispiel aus Mittelfranken, nachzulesen in der ZEIT vom 28. Dezember 2006, zeigt, dass mit Veränderung durchaus Gewinn zu verbinden ist, ja, sogar neue Lust am Leben! Und noch etwas zeigt dieses Beispiel: Veränderung fängt bei uns selber an, nicht bei den anderen, bei den „Großen“, bei den Mächtigen. Das Leben auf diesem Planeten braucht uns, jeden von uns, und das besser heute als morgen. Die Menschen, die Pflanzen, die Tiere, alle brauchen uns. Wir sind gegenseitig aufeinander angewiesen. Dass Veränderung nicht nur anstrengend ist – das ist sie auch! –, sondern sogar die eigene Lebensqualit erhöhen kann, haben wir eben gehört. Manche aber merken gar nicht, dass es nicht hilft, mit dem Finger auf andere zu zeigen, eine Rettung gar von Gott zu erhoffen, ohne sich selbst neu zu orientieren.

 

Jetzt würde ich den Jesajatext einführen und je nach Gemeindesituation im Sinne der „homiletischen Hinweise“ weiter verfahren. Wie dort würde ich die Predigt mit dem eschatologischen Satz beenden, dessen Wirklichkeit jetzt schon, „präsentisch“ mit den Veränderungen einhergeht: „Dann wird dein Licht wie die Morgenr hervorbrechen, eilends wächst deine Wunde zu. Dann wird deine Gerechtigkeit vor dir hergehen, der Glanz Gottes sammelt dich auf.“

 

Weitere Predigt- und Lesungstexte

 

Zef 2,3; 3,12-13; 1. Kor 1, 26 ff.; Mt. 5,1-12a

 

Die übrigen Predigt- und Lesungstexte des Sonntags können in ähnlicher Weise in der Predigt mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ verknüpft werden, indem die Themen „Gerechtigkeit“, „Demut“, „Gericht“ in ähnlicher Weise wie oben verarbeitet werden, indem die Forderung nach und Erwartung von „Gerechtigkeit“ in Beziehung gesetzt wird zum „Tun des Gerechten“ (Bonhoeffer4) und dem Ermöglichungsgrund solchen Tuns, nämlich der Eröffnung von Freiheit als Kern der Botschaft des Evangeliums. Unter diesen Bedingungen ist Gottes Kraft in den Schwachen mächtig und werden diejenigen selig gepriesen, die nach Gerechtigkeit hungert und dürstet.

 

Kon-Texte zur Nachhaltigkeit

Zum Klimawandel, aus dem Weltrat der Kirchen (ÖRK):

http://wcc-coe.org/wcc/what/jpc/earthdocs.html#cc , hier vor allem „Climate justice for all“

sowie grundsätzlich: WCC Climate Change Programm, http://wcc-coe.org/wcc/what/jpc/pa-booklet-climate1.pdf

für europäische Zusammenhänge in ökumenischer Perspektive:

European Christian Environmental Network, http://www.ecen.org/

 

Zum Klimawandel, aus der römisch-katholischen Kirche:

Die Deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Kommission Weltkirche:

Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit. Ein Expertentext zur Herausforderung des globalen Klimawandels http://www.dbk.de/imperia/md/content/schriften/dbk1b.kommissionen/ko_29.pdf

Zusammenfassung: www.dbk.de/aktuell/meldungen/01182/print_de.html ;

Alternativen zur Globalisierung, immer noch aktuell:

Douthwaite, Richard; Diefenbacher, Hans: Jenseits der Globalisierung: Handbuch für lokales Wirtschaften - Für den dt. Sprachraum adaptierte Fassung. - Mainz : Matthias-Grünewald-Verl., 1998

Zum Umgang mit Zeit, Zeitsouveränität usw.: Material Buß- und Bettag 2006. „Flexibler Mensch – flexible Arbeitszeit“, www.zgv.info/download/pdf/publikationen/buss_und_bettag_zeit1.pdf

Schüle, Christian: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, in: Die ZEIT, Nr. 1, 28. Dezember 2006

 

Dr. Thomas Posern, Mainz

[1] Die Texte werden zitiert nach der Bibel in gerechter Sprache, Hg. Ulrike Bail u.a., Gütersloh 2006

 

[2] Alle Informationen zu Uwe Neukamm und Hersbruck stammen aus: Schüle, Christian: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, in: Die ZEIT, Nr. 1, 28. Dezember 2006

 

[3] Hier endet die Übernahme des Berichtes aus dem oben zitierten Dossier der ZEIT

[4] Bonhöffer s. Bethge, Eberhard (Hg.): Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, Guetersloher Verlagshaus 2005 (18.)

© 2006-2016 Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz