Direkt zum Hauptmenü. Direkt zum Untermenü. Direkt zur linken Navigation. Direkt zum Text.

Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

10. Dez. 06 - 2. Adventssonntag

ev. Reihe V

kath. 1. L.

kath. 2. L.

kath. Evang.

 

Jes 35, 3-10 

Bar 5, 1-9

Phil 1, 4-6.8-11

Lk 3, 1-6

 
Der Autor geht auf den Predigttext der ev. Reihe V und auf die Texte für die kath. erste Lesung und das Evangelium ein. Stichworte: Nachhaltigkeit in der Treue Gottes, Selbstbezüglichkeit von Politik und Kirche, Tag der Menschenrechte, Leiden erinnern, Hoffnung geben (Jes 35), aus Liedern Hoffnung und Zukunft entwerfen (Bar 5), Leiden und weltlich-politische Macht sind jeweils zeitgeschichtlich strukturiert, Gottes Wort ist aktuell (Lk 3)

 

 

 

Jesaja 35, 3-10

 

 

 

Motivation:

 

Dies ist ein wahrhaft adventlicher Text, voller Erlösungshoffnung und Jubel über die Verheißungen Gottes! Und doch stellt er uns vor Herausforderungen. Anders als Jes 40, 3-5 wird hier nicht der Weg für Gottes Kommen bereitet, sondern es geht um den Weg des Volkes, zurück in das verheißene Land aus einer Zeit des Leidens im Exil. Auf der zweiten Ebene, hinter den positiven Bildern einer blühenden Welt, können wir etwas erahnen von dem Elend und den Entbehrungen der Menschen, die in der Wüste leben müssen. Unser Blick wird geöffnet für eine Lebenssituation, wo Wasser Mangelware ist oder das Leben bedroht, weil es vergiftet ist. Wir sollen das Schicksal derer wahrnehmen, die keine Zukunft haben, weil Armut und Aids ihnen das Leben nehmen, weil Frauen und Kinder die Hauptlast tragen und die Männer sich aus dem Alltag entfernen. Der Mittelteil ab Vers 5 weist auf eine messianische Verheißung hin, die sich in Jesus Christus erfüllt (Lk 4, 21). Und so bekommt der Text eine neue adventliche Perspektive: Worauf warten Menschen, wenn sie auf das Kommen des Christus in diese Welt warten?

 

 

 

Gedanken zum Text:

 

Ich würde den Text mit Vers 1 beginnen lassen, um den Jubel der Befreiung aus der Wüste wie einen Rahmen des Ganzen zu verstehen. Dann bekommt die Aufforderung „Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie!“ das Gewicht und den Kontext, den sie braucht. Nach Auskunft der Exegeten ist Jesaja 35 ein späterer Einschub aus dem 5./4. Jh., der die nach-exilische Zeit reflektiert, ein Text, der sogar später als Dtjes anzusetzen ist. Er spricht in eine Situation großer Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit. Die Verheißungen Gottes sollen seine früheren Zusagen erneuern und die Hoffnung auf seine heilvolle Zukunft wach halten.

 

 

 

Besonders hilfreich fand ich die Meditation von Jürgen Ebach und Ulrike Bail in den Göttinger Predigten im Internet. Ich zitiere nur ein paar Gedanken daraus: „Die große Hoffnung bleibt zunächst ein Traum. Die Gefangenen träumen sich weg, sie träumen einen Weg, einen wunderbaren Weg durch eine blühende Wüste. Im Wegtraum und auf dem Traumweg aber wird schon wahr, was einmal kein Traum bleiben soll und kein Traum bleiben wird.“ Sie fragen, ob der Traum eher ein ökologischer oder eher ein politischer ist. Ihr Augenmerk geht auf den Weg. „Die Zukunft wird erträumt, damit die Trümmer der Vergangenheit die Hoffnung nicht endgültig zum Schweigen bringen.“ In der Hoffnung und in den Bildern entdecken wir das reale Leid derer, die dem Elend und dem Schmerz der Gegenwart zurzeit nur im Traum entrinnen können.

 

 

 

Zentral sind die Gedanken zu Vers 4: „Die Befreiung wird hier als Rache buchstabiert: Rache kommt von Gottes Tat. Gott selbst wird kommen und euch befreien… Rache bedeutet eine Unterbrechung des Unrechts und die Herstellung von Recht und Freiheit.“ Es geht um die Aufrichtung von Gerechtigkeit, es geht um die Überwindung von Gewalt, der konkreten wie auch der strukturellen Gewalt. Die Bibel in gerechter Sprache übersetzt Dtn 32, 35 mit „Das Recht ist mein, spricht Gott.“ Diese Aufrichtung von Gerechtigkeit ist ein Prozess, ein langer Weg, Versöhnung schließt beide Seiten mit ein: die Opfer und die Täter, Vergebung ist ein langes Geschehen, das vielleicht nie zu Ende kommt: die erlittene Gewalt kann niemals ungeschehen gemacht werden, manche Erfahrung kann ein Mensch nie vergessen, sollte eine Gesellschaft immer im Gedächtnis behalten.

 

 

 

Der Weg wird zu einem Symbol, beschreibt aber gleichzeitig reale Erfahrung. Die Menschen im babylonischen Exil erinnern sich an den Weg der Deportation, es war ein Weg durch die Wüste, angetrieben von den Eroberern, ein Weg voller Entbehrung und Demütigung. Hinter ihnen lag das zerstörte Jerusalem, die zerschlagene Heimat, ein Weg zurück schien undenkbar. Der Traum eröffnet einen neuen Weg, die Umkehrung des erlebten Weges: eine blühende Landschaft ohne Gefahren – allein das Bild ermutigt schon und richtet auf. Hoffnung wird geweckt auf eine Umkehrung der Verhältnisse, wie sie im Magnifikat besungen werden.

 

 

 

Ideen für die Predigt:

 

 

 

Was heißt Nachhaltigkeit in unserem Text? Ich finde sie in der Treue Gottes. Gott lässt sein Volk nicht im Stich! Im Elend und im Leid wendet er sich genau diesen Menschen zu, die den Mächtigen abgeschrieben werden. Die große Linie der Geschichte wird aufrechterhalten: das Leben geht weiter von Kindeskind zu Kindeskind. Aber nicht nur Zukunft wird eröffnet, auch die Vergangenheit bleibt im Blick. Der Traum überdeckt nicht die Erinnerung, vielmehr ermöglicht er sie. Durch die Vision in eine lebenswerte Zukunft wird die Erinnerung an das Schreckliche, die man so gerne verdrängen möchte, erträglich.

 

 

 

Johann Baptist Metz hat in seinem neuen Buch „Memoria Passionis“ genau dies zum Thema gemacht. In der globalisierten Welt steht Europa in der Gefahr, im Provinzialismus zu versinken, auch die Kirche steht in der Gefahr der Selbstprivatisierung. Die EU möchte durch eine neue Interventionspolitik in Krisengebieten der Welt eingreifen, aber Mitsprachemöglichkeiten von Entwicklungsländern in Entscheidungen des globalen Wirtschaftssystems gibt es nicht. Die Kirche dreht sich um sich selbst mit der Frage: wie ist das Eigene zur retten angesichts rückläufiger Finanzen? J.B. Metz erinnert an die Leidempfindliche Weltverantwortung, die Jesus vorgelebt hat, er benutzt den Begriff „Compassion“, um die neue Haltung der Kirche zu beschreiben.

 

 

 

Den Beitrag, den die Kirche leisten kann, die als weltweites Netzwerk verbunden ist mit Christen in allen Kontinenten, ist die Erinnerung an das Leiden wach zu halten. Gerade diese Erinnerung an die Lebensverhältnisse der Menschen in armen Ländern ist für Europa entscheidend. Ihre konkreten Geschichten müssen bei uns gehört werden, sie müssen unsere Entscheidungen im kirchlichen und politischen Rahmen mit bestimmen. Und dann lese ich in Jes 35, 3-4 eine Aufforderung: als Christen in Europa haben wir die Aufgabe, Menschen aufzurichten durch konkrete Hilfe und im Kampf um die Verbesserung der Strukturen. Wir sind hingewiesen zu denen, die unserer Gesellschaft oft übersehen und gehört werden – das sind die „Verlierer“, die es in der „dritten Welt“ und bei uns gibt, Menschen, die keine Macht haben, ihre Hoffnung verloren haben und auch kein Gehör finden.

 

 

 

Gelingt es, mit der Predigt, den Blick zu öffnen für die Leidenden in aller Welt (konkretisiert an Geschichten aus ökumenischen Begegnungen)? Gelingt es, das Herz zu öffnen für konkretes Tun? Vor allem aber: gelingt es, ein Hoffnungsbild zu zeichnen, das Mut macht, das aufrichtet und den Raum eröffnet, wo Erinnerungen wach werden und der Weg in die Zukunft frei wird? Solch eine Predigt hat einen guten Platz nicht nur im Advent, sondern auch zum Tag der Menschenrechte.

 

 

 

 

 

Baruch 5, 1-9

 

 

 

Gedanken zum Text:

 

Das Buch Baruch steht im Zusammenhang mit dem Prophetenbuch Jeremia. Es bezeugt die Wirkung des Propheten über das Exil hinaus bis zur Neuerrichtung der Gemeinde Israel. Nach Schuldbekenntnis und Verheißung, nach Klage und Ermutigung (Kap. 4) folgt ein Lobpreis: die Wende der Geschichte ist gekommen, Gott führt sein Volk heim nach Jerusalem. Von Gefangenschaft, von Trauer und Tränen war die Rede, von der Unterdrückung durch ein „rohes Volk“, das „keine Scheu vor Greisen, kein Mitleid mit Kindern“ hatte. Doch jetzt beginnt etwas Neues: „Blick nach Osten, Jerusalem! Schau die Freude, die von Gott zu dir kommt.“ (4, 36) Und dann wird in unserem Abschnitt diese Freude entfaltet.

 

 

 

Jerusalem wird als Subjekt angesprochen – das verstehe ich als Angebot, sich mit dieser Stadt zu identifizieren und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Zunächst (5, 1-2) werden die Kleider getauscht, das Bußkleid, das Kleid der Trauer und des Elends wird ausgezogen, angelegt wird ein Festkleid – und wie im Kolosserbrief der neue Mensch mit der neuen Kleidung verglichen wird, ist auch hier vom Schmuck der Herrlichkeit Gottes und vom Mantel der göttlichen Gerechtigkeit die Rede. Ziel ist, dass das schön gekleidete Jerusalem auf dem Erdkreis gesehen wird (5, 3-4), sein Glanz soll leuchten, der Name beschreibt den Frieden, der so geschaffen wird. Neu bekleidet soll Jerusalem von der Höhe aus zum Sonnenaufgang schauen und im Licht die zurückkehrenden Menschen erkennen (5, 5-6). Sie wurden weggetrieben ins Elend, gedemütigt und gepeinigt, jetzt werden sie auf einer königlichen Sänfte getragen. Ein Bild für die Umkehrung der Machtverhältnisse, wie sie auch im Magnifikat besungen werden. Und dann eine Erinnerung an die Predigt Johannes des Täufers (5, 7-8 mit Jes 40) – hier aber werden die Wege geebnet, dass Israel heimziehen kann „unter der Herrlichkeit Gottes“. Und dann der Schatten von Wäldern und duftenden Bäumen. All das wird von Gott vorbereitet, damit es seine Barmherzigkeit preisen kann.

 

 

 

Ideen für die Predigt:

 

Wie predigt man über ein Lied? Von Schönheit ist die Rede, vom Tanz der ganzen Schöpfung. Der Mensch erlebt Gottes Führung durch die Bedingungen, die sich zum Positiven wenden. Es ist ein Bild für die Harmonie und das Glück, das jetzt beginnt. Mir fiel ein libanesisches Adventslied ein: „Sautu Tählilen bädää“ (Thuma Mina, Nr. 266, Strube Verlag, München 1995): „Hört ihr ihn, den Jubelschall und das Lied, das Freude bringt? Frohe Botschaft ist bereit’ allen Menschen aller Zeit. – Halleluja, unserm Herrn, der bald alle Welt regiert. Darum kommt herbei und singt, dass es überall erklingt. – Halleluja, unser Lied dringt empor zu Gottes Ehr und vom Himmel kommt als Klang froher Engelchöre Sang. – Seht, das helle Gottes-Licht gibt bereits Signal vom Sieg: Dieses Erdreich ist schon Reich des Herren Christ.“

 

 

 

Lieder können in diesem Gottesdienst eine wichtige Rolle spielen, Lieder die von der Umwandlung erzählen, wo Unrecht überwunden wird, wo aus Leid und Elend neue Lebensmöglichkeiten entstehen. Der Text regt an, ein Gegenbild zu entwerfen zu den gegenwärtigen Erfahrungen. Er erzählt von Gottes Eingreifen, sollte aber nicht gelöst werden von den Erfahrungen der Menschen, die in Klage und Hoffnungslosigkeit geäußert wurden. Der Text regt an, die Augen zu öffnen und Zeichen zu entdecken für die Rückkehr ins Leben, in lebenswerte Bedingungen. Er enthält viele Bezüge zu den Themen des Advents.

 

 

 

 

 

Lukas 3, 1-6

 

 

 

Gedanken zum Text:

 

Beim ersten Lesen fällt Johannes der Täufer in die Augen. Für den Adventssonntag erwarte ich einen Bericht über seine Taufe und Bußpredigt ebenso wie Aussagen über seine Rolle als Vorbote des Messias. Doch wenn ich genau hinsehe, finde ich in nur einem Satz in der Mitte des Textes in dürren Worten die Tatsache seines Auftretens. Davor die historische Einordnung, danach das Bibelzitat aus Jesaja 40. In unserem Ausschnitt des Textes ist die ausführliche Darstellung seiner Predigt und seines Handelns ausgelassen. Darauf lasse ich mich ein.

 

 

 

Lukas zeigt sich als der Historiker, dem die zeitgeschichtliche Einordnung der Geschichte von Jesus wichtig war. Dieses spielt sich in einem bestimmten Kontext ab und hat darauf eine Auswirkung. Seit der Geburt Jesu hat sich einiges verändert, das zeigt der Vergleich von 3,1f mit 1,5. Herodes ist nicht mehr König von Judäa – dort herrscht der römische Statthalter Pontius Pilatus. Das Land steht unter fremder Herrschaft, der Name des Prokurators weist schon auf die Passionsgeschichte hin, auf seine Rolle, die er bei der Kreuzigung Jesu gespielt hat. Die Söhne des Herodes hatten das Gebiet unter sich aufgeteilt. Nach den politischen Herrschern nennt Lukas die religiösen. Auch diese Namen tauchen beim Tod Jesu wieder auf.

 

 

 

Nach der zeitlichen Einordnung folgt nicht ein Satz über das Wirken Johannes des Täufers, der in diesem Kapitel eingeführt wird, sondern über das Eingreifen Gottes: „Da erging das Wort Gottes an Johannes.“ Das Handeln Gottes geschieht in einem konkreten geschichtlichen Kontext – man kann Gottes Spuren in einer bestimmten Zeit festmachen, aber durch einen Boten, Johannes. Anders als bei Markus, wird hier Johannes in der Wüste berufen. In einem nächsten Satz ist der Jordan das Umfeld seiner Predigt, diese üppige Gegend ist symbolisch mit der Sünde verbunden. Seine Predigt ist bestimmt durch die Erwartung der Vergebung der Sünden. Das Zitat aus Jes 40 beschreibt nicht sein Tun wie bei Markus, es dient als Schriftbeweis. Die Predigt des Täufers war die Antwort auf eine göttliche Berufung. Und gleichzeitig unterstreicht das Zitat die Haltung der Erwartung. Das Kommen Gottes ist nicht auf Israel beschränkt: „Alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.“

 

 

 

Ideen zur Predigt:

 

Vom Sehen ist hier die Rede. „Das Heil sehen“, heißt daran teil zu haben. Sich Johannes vor Augen zu malen, heißt den Menschen sehen, der die Botschaft von Gottes Kommen verkündet. Die Umgebung sehen, in der diese Botschaft geschieht: Wüste und Jordantal können helfen, die Intensität zu begreifen, in der Gottes Wort sich ausbreitet: in der Wüste packt der Auftrag den Boten, am Wasser kommen Menschen zusammen und lassen sich ansprechen von seiner Botschaft. Zwischen Wüste und Wasser finden sie die Bereitschaft zur Umkehr. Auch die historischen Daten anhand von Namen ermöglichen ein neues Sehen: es hilft zum Verstehen, zum Einordnen, vielleicht auch dem Eröffnen einer neuen Perspektive.

 

 

 

Wo finde ich Gedanken zur Nachhaltigkeit in diesem Text? Über Wüste und Wasser könnte ich meditieren und wie die natürlichen Bedingungen Voraussetzung für das Wirken Gottes sind. Aber ich möchte den Schwerpunkt legen auf den Hinweis zur zeitgeschichtlichen Einordnung. In einer konkreten politischen Situation, in einer Zeit der Fremdbestimmung kommt das Wort Gottes zu Johannes. Bahnt einen Weg für Gott! Auch durch die Wüste, auch wo es steinig und unsicher ist, angesichts der Berge, die nach menschlichem Ermessen nie zu bewältigen sind. Die Mächtigen der Welt haben das Sagen. In Zeiten der Globalisierung entscheiden die G7-Staaten über das Schicksal der Menschen in den armen Ländern, die Welthandels-Organisation und die transnationalen Konzerne bestimmen die Bedingungen, unter denen Lebensmittel und Güter für die Mehrheit der Bevölkerung zugänglich sein sollen. Über Wasser und Gesundheit wird unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden. Dass solche Güter grundlegende Lebensbedingungen und ein unverfügbares Menschenrecht sind, das gerät aus dem Blick.

 

 

 

Auch in diese unsere Situation ergeht das Wort Gottes: „Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen!“ Die alte Botschaft ist immer noch aktuell. Weltreiche sind untergegangen, politische Herrscher sind gestorben, von den meisten redet man nicht mehr. Doch das Wort Gottes ist immer noch aktuell. Gott hinterlässt auch heute noch seine Spuren in der Geschichte. Doch es sind Menschen, die seine Boten sind und auf seine Spuren hinweisen. Das ist Gottes Nachhaltigkeit, seine Treue zu dieser Welt, zu den Menschen, zu all seinen Geschöpfen. Sie liegen ihm am Herzen, dass das Leben geschützt und lebenswert bleibt, ist sein Wille. Nach Aufzählung der konkreten Namen einer vergangenen Zeit wird das prophetische Wort zitiert, das noch heute aktuell ist. Es weist auf die Erwartung der Geburt Jesu Christi hin. In ihm erfüllt sich die Zuwendung Gottes zu den Menschen, er erhöht die Niedrigen und bringt die Schwachen zu ihrem Recht. An ihm können wir ablesen, welche Werte das Leben tragen und lebenswert machen.

 

Christian Sandner, Mönchengladbach

© 2006-2016 Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz