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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

NACHHALTIGER KONSUM

Etwa 30-40% der Umweltbelastungen in der Bundesrepublik Deutschland sind auf den privaten Konsum zurückzuführen. Allein durch den Kauf und Gebrauch von 10 ausgewählten Produkten, wie u.a. Koch- und Spülgeräte, Pkw oder Waschmaschinen, werden nahezu zwei Drittel der Stoffströme in der Bundesrepublik Deutschland erzeugt. Die Entwicklung neuer Konsummuster, verbunden mit einer Sicherung oder gar einer Steigerung der Lebensqualität, hat aufgrund dessen eine hohe Relevanz für die Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung. Hierzu zählt nicht nur die Reduzierung des Verbrauchs von Produkten sowie deren Nutzung und Entsorgung, sondern auch die Verhaltensänderung durch neue Konsumstile.

Eine Verhaltensänderung ist nur zu erwarten, wenn sich sowohl ein entsprechendes Verantwortungsbewußtsein entwickeln kann als auch adäquate gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen aufgebaut werden. Eine umfassende Informations-, Aufklärungs- und Motivationsarbeit erscheint notwendig, bei der Kommunen, Hersteller, Handel, Verbände, Vereine, Konsumenten und Konsumentinnen eine tragende Rolle spielen.

Hier muß die Forschung ansetzen und die Potentiale und Optionen eines umweltbewußten Konsumverhaltens bewerten sowie mögliche fördernde und hemmende Faktoren identifizieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert aus diesen Grund im Rahmen der Förderinitiative Modellprojekte für nachhaltiges Wirtschaften einen Forschungsschwerpunkt zum Thema Wege zu nachhaltigen Konsummustern. In fünf vom BMBF-Projektträger Umwelt- und Klimaforschung (UKF) betreuten Modellvorhaben werden darin Konzepte für nachhaltigen Konsum im Zusammenwirken mit gesellschaftlichen Gruppen erarbeitet.

Ziel der Modellvorhaben ist:

  1. die Umsetzung von Umweltbewußtsein in umweltbewußtes Nachfrageverhalten zu forcieren,
  2. die Akzeptanz für neue Angebots- und Nutzungsformen zu steigern und
  3. umweltverträgliche, nachhaltige Wohlstandsmodelle abzuleiten.

Nachzulesen sind die Ergebnisse und Aktivitäten der Modellprojekte unter http://pt-uf.pt-dlr.de/de/189.php

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