Nachhaltige Lebensstile
Selten hat es in der menschlichen Geschichte eine Situation gegeben, in der die Menschen über so viele wissenschaftliche Erkenntnisse verfügten und gleichzeitig auf Experimente angewiesen blieben. Vieles scheint klar, ist aber möglicherweise in seinen Wechselwirkungen nicht absehbar. Darüber nachzudenken ist das eine, es zu machen das andere. Es geht um das schrittweise Annähern am nachhaltigerer Verhaltensweisen im Alltag. Am einfachsten scheint das möglich, wenn sich einzelne Verhaltensweisen zu einem Lebensstil, zu einem Habitus zusammenfügen.
Was wissen wir heute über nachhaltige und nichthaltige Lebensstile. In der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland", die 1997 vorgestellt wurde, finden sich bereits viele Beispiele für nachhaltige Lebensstile.
Welche Beispiele sind das? Wieweit sind sie verallgemeinerungsfähig? Wie reagieren Menschen darauf, die sie bislang nicht kannten? Was können sie akzeptieren und wie passen sie es an ihre eigenen Lebensumstände und -entwürfe an? Das sind Fragen, die im Projekt "Bilder eines Guten Lebens" des Wuppertal-Instituts beantwortet werden sollen.(Scherhorn, Junkheit)
Inzwischen gibt es nicht nur Beispiele, sondern auch eine breite Diskussion und interessante Forschungsfelder, die wir hier in ihren wesentlichen Aspekten abbilden wollen.
Ein Schwerpunkt ist die Frage eines nachhaltigen Konsums und neuer Wohlstandsmodelle.
Die zweite wichtige Achse ist mit dem Stichwort der Suffizienz markiert und nicht zuletzt, sondern ganz wesentlich geht es um Gerechtigkeit.
