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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Zeidlereikurs im Naturpark Saar-Hunsrück mit Nationalpark Hunsrück-Hochwald und Nationalparkregion

  

Vom 24. bis zum 26. November 2017  findet unser erster Zeidlereikurs in Rheinland-Pfalz statt.

Beginn Workshop 16:00 Uhr, Abendveranstaltungen Beginn 18:00 Uhr.

 Veranstaltungsort: „Bunker Erwin“ zwischen Börfink und Hüttgeswasen, an der K49.. Bitte gegenüber des Eingangstores parken (andere Straßenseite).

 Programm (.pdf)

 

Zeidlerei ist eine sehr alte Kulturtechnik zwischen Honigjägerei und Imkerei. Sie ist eine ausgesprochen naturnahe Form der Bienenhaltung, denn sie arbeitet ausschließlich mit Schwärmen, Naturwaben-Stabilbau, oft in so genannten Klotzbeuten, traditionell in Höhlungen lebender Bäume. Die Bienen wurden ursprünglich überwiegend nicht am Boden sondern in mehreren Metern Höhe in Bäumen gehalten. In Mittel- und Osteuropa handelte es sich dabei um die „Dunkle Biene“ oder „Nord Biene“ oder „Schwarze Biene“, also Apis mellifera mellifera.

 

Unser Zeidlereikurs besteht aus zwei Komponenten:

Einem Workshop, bei dem die Kulturtechnik nach russischen und polnischen Vorbildern erlernt wird. Es werden Klotzbeuten selbst hergestellt, idealerweise je eine durch zwei Teilnehmende. Dieser Praxisteil ist auf 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Ziel ist es, Personen zu schulen, die interessiert sind, anschließend an den Kurs Bienen in Klotzbeuten zu halten und weiter mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung, vorwiegend in der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald und im Biosphärenreservat Pfälzerwald, zusammenzuarbeiten.

Zielgruppen: Praktiker, Imker und Imkerinnen, Forstwirtinnen und Forstwirte, Naturverbundene, Menschen, die praktisch bei der Erhaltung der Bienen und ihrer möglichen, betreuten Auswilderung langfristig mitarbeiten wollen. Die während der Veranstaltung erzeugten Klotzbeuten wie auch der Kurs selbst, sind, außer der Verpflegung/ den Getränken und der Unterkunft kostenfrei.

Die Klotzbeuten können bei Vorliegen der Voraussetzungen (dauerhafte Teilnahme am Projekt) kostenfrei mitgegeben werden. Deshalb benötigen diejenigen, die eine Klotzbeute mitnehmen wollen, einen PKW-Anhänger. Die übrigen Beuten werden zum Aufbau der ersten Zeidlereistation des Nationalparks verwendet.

Aus zwei Abendveranstaltungen und zwar am Freitag, dem 24.11.2017 und am Samstag dem 25.11.2017, für die maximal je bis zu 80 Personen zugelassen werden. Ziel hierbei ist es, Interessenten zu informieren und Unterstützer für die Zeidlerei zu gewinnen und künftig in die Arbeit dieser vorwiegend Waldbienenhaltung zu nennenden Technik einzubeziehen.

Zielgruppen: einerseits die Teilnehmenden am oben genannte Workshop, andererseits Multiplikatoren, Imkervereinsvertretende, regionalpolitisch Aktive, Menschen, die Interesse an der Wiedereinführung von Apis mellifera mellifera haben, am Workshop aber nicht teilnehmen können, Lehrkräfte von Schulen mit Bienenhaltung und solchen, die es werden wollen, Menschen, die bei der BNE engagiert sind, Fremdenführer, Ranger, Forstleute, ZNL, Waldpädagoginnen, Naturinteressierte, Forschende.

 

In Zusammenarbeit mit dem Imkerverband Rheinland-Pfalz, dem Naturpark Saar-Hunsrück, dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz (PL) dem Forstamt Idarwald, sowie dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald und nicht zuletzt der Imkerei „Sabienen“ aus Paderborn führt die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU) ihren ersten Zeidlereikurs durch. Ziele des Projektes „Zeidlerei in Rheinland-Pfalz“ sind einerseits: die Zeidlerei wieder einzuführen, die Kulturtechnik der Zeidlerei wieder zu erlernen und fortzuentwickeln, begleitende Forschung zu ermöglichen, die ursprünglich in unserem Raum heimische Honigbiene Apis mellifera mellifera wieder anzusiedeln und den Honigbienen allgemein wieder, wenn auch begleitet, ein eigenständiges Überleben in unserer Landschaft zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten. Andererseits anhand der Zeidlerei Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) praktisch und anschaulich umzusetzen, die Öffentlichkeit und Besucher unserer Region für die Bienen zu gewinnen, die Imkerei auf das zweite Standbein „Zeidlerei“ zu stellen und damit Bestrebungen vieler Bienenfreundinnen und Bienenfreunde zu unterstützen, denen es vor allem um die Bienen selbst geht, bzw. die Bienen wieder im Wald heimisch und frei sehen wollen.

 

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann melden Sie sich bitte bis spätestens 04. November 2017 mit dem Antwortbogen an.

Telefonische Rückfragen zur Anmeldung: Dr. Ralph Plugge, 06131-16-2527 oder unter 06131-16-5971, Frau Alexandra Diehl.

Notfalltelefon: Christoph Bettinger: 06131-884152114, Hartmut Hoffmann: 06131-884152118

 

Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass die Plätze für den Zeidlereiworkshop ebenso wie für die beiden Abendveranstaltungen limitiert sind. Wir bitten darum, nicht enttäuscht zu sein, falls Sie nicht berücksichtigt werden können. Wir merken Sie stattdessen für eine der nachfolgenden Veranstaltungen vor.

 

Die hochwertige Verpflegung wird durch das „Waldtischleindeckdich“ organisiert. Alles stammt aus biologischer Erzeugung, zum Teil von Demeterhöfen und alles ist frisch zubereitet. Die Kosten pro Person belaufen sich für die Verpflegung beim Workshop für das gesamte Wochenende außer Frühstück auf 80,- € pro Person für den gesamten Kurs, inclusive der beiden Abendveranstaltungen. Nur für die Abendveranstaltungen: je Abend 10,-€.

Die Unterkunft organisiert bitte jeder/ jede Teilnehmende selbst, dazu hier der Link: http://www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/partner.html

  

Die Teilnahme am Praxisteil wird von der LZU als Fortbildung für ZNL anerkannt, ebenso die Teilnahme an beiden Abendveranstaltungen, eine Abendveranstaltung reicht nicht.

Für Lehrkräfte gilt, dass die Veranstaltungen vom PL anerkannt sind. Die Anerkennungsnummer erhalten Sie mit der Teilnahmebestätigung.

 

Die Veranstaltung ist ein Projekt, das im Rahmen der „Aktion Grün“ des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF) durchgeführt wird.

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