Weltjugendtag 2005
Tag des Sozialen Engagements under construction
bei den Tagen der Begegnung im Bistum Trier
12.08.2005
Hauptschule St. Maximin, Trier.
Zukunftsforum
Wie wollen wir leben?
Wege zum nachhaltigen Lebensstil in Nord und Süd
Die Teilnehmenden
Etwa 60 junge Menschen aus fünf Ländern - Bolivien, Chile, Deutschland, Großbritannien und der Ukraine - diskutierten über die Frage: Wie wollen wir leben? Wege zum nachhaltigen Lebensstil in Nord und Süd.
Einladungsflyer (pdf-Dokument, 165 kB)
Der Vorbereitungsweg - Die Einladung und die Einstimmung der Teilnehmenden
Zur Vorbereitung erhielten die Teilnehmenden zentrale Texte zur Nachhaltigkeit: aus der Bibel, den Milleniumszielen der UNO, dem Visionenkatalog des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Initiative Aufbruch Anders besser leben.
Vorab eingereichte Beiträge potentieller Teilnehmender
Die Teilnehmenden waren gebeten worden, Thesen, Forderungen oder persönliche Vorhaben bezüglich eines nachhaltigen Lebensstils vorab einzureichen und bereits in den Heimatländern eine Diskussion untereinander zu beginnen oder zu führen.
Statements (pdf-Dokument, 38 kB)
Aus Ruanda stammt hierzu ein ausführlicher (französischsprachiger) Beitrag zum Thema (pdf-Dokument, 470 kB)
Einführende Statements: Erzbischof Edmundo Abastoflor und Publizist Franz Alt
Der Erzbischof von La Paz, Edmundo Abastoflor, kritisierte, dass der Schuldenerlass für die ärmsten Länder nur tropfenweise und viel zu langsam vorangehe: Das ist nicht der richtige Weg, die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Notwendig sei es vielmehr, diesen Ländern über Veränderungen und faire Beziehungen in den internationalen Wirtschaftsordnungen die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu helfen. Zollschranken und Subventionen seien abzubauen. Gerade auch die reichen Länder könnten von den eingeborenen Völkern etwa in Bolivien lernen, dass Fortschritt nur dann möglich sei, wenn es Harmonie, Friede und Ausgewogenheit gebe. Das gelte sowohl für den Umgang mit der Natur, für die persönlichen Kontakte zwischen den Menschen als auch für die internationalen Beziehungen unter den Völkern.
Das Statement (in Spanisch) kann als pdf-Dokument (28kB) heruntergeladen werden.
Der bekannte Fernsehjournalist Franz Alt plädierte anhand zahlreicher Beispiele für ein umfassendes Umdenken im Lebensstil. Die größte Sünde aller Zeiten sei der unverantwortliche Umgang mit den vorhandenen weltweiten Ressourcen. Wir verbrennen die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Die Erderwärmung bringe eine tödliche Gefahr für unseren Planeten mit sich. Das Umsteigen auf Sonnenenergie, Bio-Masse, Wind- und Wasserkraft sei in viel weiterem Ausmaß als heute dringend notwendig. Sonnenenergie müsse intelligent genutzt werden.
(siehe auch http://www.sonnenseite.com)
Arbeitsgruppen: Was muss passieren, damit die Welt bei Euch besser wird und wie lautet mein persönlicher Beitrag dazu?
Nach der Methode des Open Space formierten sich mehrsprachig zusammengesetzte Arbeitsgruppen, die selbst für die sprachliche Verständigung untereinander Sorge trugen.
- Capitalismo: Explotacion dal hombra y degradacion dal medio ambiente (Kapitalismus: Ausbeutung des Menschen und Unterdrückung der Umwelt)
- El cambio es mas personal que empresarial (Veränderung geschieht durch Personen, nicht durch strukturelle Verhältnisse)
- Que podemos hacer para que haya igualdad de riqueza en el mundo? (Was können wir dafür tun, dass es zu einer gleichen Verteilung des Reichtums in der Welt kommt?)
- How do we promote equal access to medicines for the whole world? (Wie gewährleisten wir den gleichberechtigten Zugang zu medizinischer Versorgung in der Welt?)
- Welchen Einfluss haben die Medien in einer gerechten Welt?
- Fomentar la salud sobre todo la educacion en los paises sub desarrollados y en desarrollo (die Gesundheit zu fördern, vor allem die Erziehung zu einer gesunden Lebensweise in den unterentwickelten Ländern und Entwicklungsländern.)
- Environmental issues (Haltungen und Handlungen in einer bedrohten Umwelt)
Demonstration und Abschlusspräsentation
In einer Demonstration zogen die Teilnehmenden von St. Maximin durch die Fußgängerzone zur Basilika und präsentierten dabei ihre auf Plakate geschriebenen Thesen, Forderungen oder persönlichen Vorhaben. Als Abschluss übergaben ihre Arbeitsergebnisse, ihre Bausteine für eine bessere Welt, an den Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx und an die Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Umweltministerium, Jacqueline Kraege.
Bildergalerie
Bilder der Abschlussveranstaltung
Die Organisatoren und Mitwirkenden:
Dr. Helmut Gietz, LZU; Prof. Dr. Werner Müller-Geib, KFH Mainz / Bistum Trier; Peter Heil, LZU; Ludwig Kuhn, Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier;
Moderation: Peter Bachmayer, AFP Heidelberg
Die Übersetzungen in die Tagungssprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Ukrainisch leisteten Mitarbeiterinnen des Übersetzungsbüros Catherine Bastien-Defert, F - Großbliederstroff
Die Beschallung stammte von Pro Musik GmbH, Trier.
Die Photos des Zukunftsforums wurden von der Bischöflichen Pressestelle Trier und Dr. Werner Müller-Geib angefertigt.
Finanzielle Verantwortung und Sponsoring: Ministerium für Umwelt und Forsten, Mainz und Bistum Trier. Die Pax-Bank Trier und Köln übernahm mit fünf Mitarbeiterinnen die organisatorische Arbeit des Tagungsbüros.
