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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Im Jahr 1992 trafen sich Vertreter aus 179 Nationen zum Weltgipfel in Rio de Janeiro. Diese UN-Konferenz war eine der bedeutendesten Weichenstellungen in der Entwicklungs- und Umweltpolitik in den vergangenen Jahrzehnten. "Nachhaltige Entwicklung" wurde als internationales Leitprinzip festgelegt und wichtige Vereinbarungen getroffen wie die Klimarahmenkonvention (konkretisiert im Kyoto-Protoll) und das „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ (Convention on Biological Diversity) zur Wahrung der Biodiversität uvm.

Zehn Jahre nach Rio fand 2002 in Johannesburg die Weltkonferenz für nachhaltige Entwicklung statt. Hier wurde eine Bilanz der Rio-Konferenz gezogen. Außerdem sollten weitere Schritte zur Umsetzung des Konzeptes der nachhaltigen Entwicklung beschlossen werden. Insgesamt war die Konferenz von machtpolitischen Interessen geprägt und führte zu wenig konkreten Ergebnissen.

Die internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz (Kyoto-Protokoll) und das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) wurden in der Folge auf sogenannten Vertragsstaatenkonferenzen konkretisiert. Die UN-Klimakonferenz, oft auch „(Welt-)Klimagipfel“ genannt, ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Die Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversitäts-Konvention finden zweijährlich statt. Unterprotokolle wie das Cartagena-Protokoll zu Fragen der biologisches Sicherheit, die aus der Gentechnik resultieren, werden in eigenen Treffen abgehandelt.

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