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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Die Kaiserbacher Mühle/ den Verein Lobby für Kinder e.V. unter die Lupe genommen

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Ob das Ziel eines Fundraisingprojektes verwirklicht werden kann, hängt immer von den Voraussetzungen ab, die einem vor Ort erwarten. Aus diesem Grund wird die Kaiserbacher Mühle und insbesondere der dort ansässige Verein Lobby für Kinder e.V. auf ihre Voraussetzungen konkret für die Zielerreichung des Modellprojektes, nämlich den Einwerben von 150 000 Euro zum Aufbau und Betreiben des Weltengartens hin analysiert:

Die Kaiserbacher Mühle, der Verein Lobby für Kinder e.V. - was ist bereits vorhanden

Der Ort

Die Kaiserbacher Mühle, ein Guthof aus dem Jahre 1798, liegt an der Südlichen Weinstraße, wo sich das enge Tal des Kaiserbaches aus dem Pfälzer Wald in die Hügel- und Weinbergslandschaft am Westrand der Rheinebene öffnet. Der obere Bereich des Grundstücks befindet sich im engen Talbereich, dessen Hänge dicht bewaldet sind, von den vorderen Gebäuden kann man weit in die Hügellandschaft hinausblicken.

Die Gemeinschaft

Die Kaiserbacher Mühle ist seit 1998 im Privatbesitz von 8 Familien mit insgesamt 31 kleinen und großen Menschen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, in guter Nachbarschaft mit Familiensinn und Naturverbundenheit gemeinsam zu leben, zu wohnen und zum Teil auch zu arbeiten.

Gemeinsame Leitziele

Die Kaiserbacher Mühle möchte durch ihre Einbettung in eine reizvolle und reichhaltige Naturlandschaft, die durch vielfältige Aktivitäten unmittelbar erfahr- und erlebbar wird, kleinen und großen Menschen die Möglichkeit bieten, über die Vielfalt der Natur und sich selbst mehr zu erfahren.

Dies soll insbesondere geschehen durch

Umwelt- und erlebnispädagogische Maßnahmen, die 

  • es ermöglichen sich selbst und seine Umwelt besser kennen zu lernen
  • den Umgang und die Pflege von Tieren ermöglichen
  • ganzheitliches Wirtschaften erlebbar machen
  • eigene Grenzen erfahren helfen
  • und soziales Lernen fördern.

Natur- und Umweltschutz, der

  • Biotope schafft und erhält 
  • einen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Vielfalt leistet
  • artenschutzerhaltende Maßnahmen durchführt
  • landwirtschaftliche Flächen extensiv und naturnah nutzt.

Kulturpflege, die

  • traditionelle Kulturtechniken erhält und vermittelt
  • Anlässe für gelebte Kunst und Kultur schafft
  • die eigene Geschichte vergegenwärtigt
  • und die Verantwortung für die Zukunft stärkt.

Wahrnehmung sozialer Verantwortung,

  • durch die Integration von benachteiligten Menschen 
  • und die Einübung von gesellschaftlich verantwortlichem Denken.

Wahrnehmung globaler Verantwortung,

  • indem ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen aufgebaut wird
  • Partnerschaften mit Ländern der einen Welt gepflegt werden
  • und fairer Handel unterstützt wird.

In dem konkreten Projekt des Weltendorfes mit Weltengarten, Weltencafe, Weltenladen und sollen diese Leitziele zur Umsetzung kommen.

Als erstes Ziel steht die Verwirklichung des Weltengartens, der im Sommer 2005 seinen Betrieb aufnehmen soll. Für die Verwirklichung dieses Projektes werden nun die momentanen Voraussetzungen analysiert:

Welche Kompetenzen stehen für diese Zielerreichung zur Verfügung?

Personell:

  • der Verein Lobby für Kinder e.V. mit naturerlebnispädagogischen Angeboten für Kinder und Veranstaltungen für Familien,
  • das Ingenieurbüro stadt+natur, das Spiel- und Lebensräume naturnah umgestaltet
  • der Holzkünstler Dieter Händel, der Seminare und Workshops rund um das Thema Holz anbietet, 
  • Mathilde Gebauer, die momentan mit der Montessori-Schule Landau den Schulbauernhof betreibt
  • Elfriede und Norbert Schäfer, die im Rahmen eines Programm des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) 4 Jahre in Haiti verbracht haben
  • Christine Wutschnik und Alexander Treviranus 
  • externe Referenten mit weiteren Themanangeboten
  • und eine FÖJ-lerin.

Räumlich:

Im Eingang des Tales am rechten Ufer des Kaiserbaches liegt in einiger Entfernung zum Gutshof ein altes Wirtschaftsgebäude, das neben Stallungen bereits einen Raum für Seminare und Workshops enthält. Darin angrenzend befindet sich der jetzige Schulbauernhof und Garten der Kaiserbacher Mühle. Gegenüber erstreckt sich bis zum Bachlauf eine Wiese, die sich für die Errichtung eines naturnahen Spielplatzes eignet.

Was wurde bisher in den Bereich Umwelt und Soziales geleistet?

  • natur- und erlebnispädagogische Angebote des Vereins Lobby für Kinder e.V.
  • Plattform für Vereine und Privatpersonen
  • Ort Kaiserbacher Mühle als lebendiges Beispiel für naturnahes Wohnen und Leben
  • Unterstützung und Eigenproduktion von regionalen Produkten
  • Kulturelle und touristische Bereicherung der Region durch Feste und Veranstaltungen und das Maisfeldlabyrinth
  • 10 000 Besucher jährlich
  • Vermittlung von Erfahrungen in die Kommune
  • Umweltbildung
  • Angebot von Seminaren und Workshops
  • Schutz bedrohter Haustierrassen und alter Plfanzenarten

Welche Zielgruppen werden momentan angesprochen?

  • Kinder
  • Erwachsene
  • Jugendliche
  • Familien
  • Erzieher/ Lehrer
  • Kindergärten
  • Schulen

Mit welchen Institutionen und Gruppen steht die Kaiserbacher Mühle bereits im Dialog?

  • Kommune
  • Regionale Vereine
  • Pfalzklinikum 
  • Umweltverbände (Nabu, Pollichia)
  • Paulusstift
  • Kinderfond München
  • Montessorischule Landau
  • Zoo Landau
  • Waldkindergarten Annweiler
  • Diakonisches Werk Pfalz
  • Basler Mission, Elan
  • Ministerien/ LZU
  • Lobby für Kinder e.V. Saarland
  • Forstamt / Bildungswerk/ FÖJ-Stelle
  • Uni / PH/ IFB
  • Inselmühle Obrigheim
  • Hengstbacherhof
  • Altertrümmer e.V.

Mit welchen Medien wurden bisher die Ziel- und Dialoggruppen erreicht?

  • Flyer und Broschüren über Projekte, Veranstaltungen, Termine, Verein und Gutshof
  • Plakate
  • Stellwände für Stände
  • Pressearbeit zu Veranstaltungen
  • Internet
  • Fernsehberichte über die Esel
  • regionale Veranstaltungskalender

Welche Einrichtungen und Institutionen haben ähnliche Angebote?

  • Schulbauernhof Gut Hohenberg, Stiftung für Ökologie und Landbau
  • Förster
  • BUND / Nabu
  • Volkshochschulen
  • Ebenberg
  • Maisfeldlabyrinth Steinfeld
  • Zoo Landau

Wie ist die gesellschaftliche Entwicklung in Bezug auf die Zielverwirklichung einzuschätzen?

  • wachsende Nachfrage zum Thema Natur erleben
  • konstante Gruppe von Natur- und Umweltbewegten
  • wachsendes Bewusstsein für die vertretenen Werte
  • Wirtschaftsflaute
  • Halbherzigkeit der Politik bei den Prozessen zur Lokalen Agenda
  • keine Transparenz des Mittelflusses aus bisherigen Fundraisingmaßnahmen nach außen

Die zusammengetragenen Fakten werden nun bewertet und in Stärken und Schwächen in Bezug auf die Zielerreichung unterteilt.

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