Nachhaltiger Konsum
Die Bedeutung eines "nachhaltiger Konsum" wird in Deutschland bereits seit Mitte der 90-iger Jahre intensiv diskutiert. In diesem Prozess haben sich zwei Dimensionen als bedeutsam herausgestellt: einerseits eine orientierungsgeleitete Vorgehensweise, die an Leitbildern, Lebensstilen und Bildungsprozessen ansetzt und andererseits ein Vorgehen, das mittels geeigneter Maßnahmen konkrete Handlungschancen eröffnet, Konsummuster (pdf 170 KB) zu verändern.
Eine zentrale Aktivität von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt ist das von 1997 - 1999 durchgeführte "Demonstrationsvorhaben zur Fundierung und Evaluierung nachhaltiger Konsummuster und Verhaltensstile", dessen Teilnehmer sich im Jahr 2000 in der evangelischen Akademie Tutzing auf eine Allianz für einen nachhaltigen Konsum verständigt haben, die sog. Tutzinger Erklärung.
Aspekte eines nachhaltigen Konsums sind der geringe Energie- und Materialverbrauch in der Herstellung und Nutzung von Produkten wie auch der Entsorgung, ihr hoher Nutzwert und ihre Langlebigkeit. Sie sollen nicht gesundheitsgefährdend und fair gehandelt sein. Eine 2004 in Berlin gegründetet Initiative "fo.Kus" will VerbraucherInnen in ihren Produktentscheidungen unterstützen.
Der Bundesverband für Umweltberatung bietet im Rahmen des Projekts Neue Konsumleitbilder und nachhaltige Produkte einen elektronischen Informationsdienst an, der alle drei Monate Informationen zu Projekten, Terminen und Publikationen rund um das Thema nachhaltiger Konsum zusammenstellt.
