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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Nachhaltige Entwicklung der Weltgesellschaft

Nachhaltige Entwicklung weltweit bezieht sich vor allem auf Themen, die keine nationalen Grenzen aufweisen, und Regulierungen im Grossen, die weltweite Standards festschreiben. Noch nie waren die Menschen, vor allem wirtschaftlich, so eng miteinander verbunden wie im Zeitalter der Globalisierung. Auch Umwelt- und Klimaphänomene kennen keine nationalen Grenzen. Die Leidtragenden der aktuellen Probleme sind vor allem die Länder des Südens, die an ihrer Verursachung nur gering beteiligt waren. Am deutlichsten und wichtigsten wird globales Handeln bei der Frage des Klimawandels bzw. des Klimaschutzes. Steigen die Temperaturen, schmelzen die Gletscher und steigen die Weltmeere, so hat das Konsequenzen für alle Bewohner dieser Welt. Auch die Sicherung der weltweiten Artenvielfalt, der Biodiversität, bedarf globaler, grenzüberschreitender Aktionen.

Die legendäre Weltkonferenz in Rio 1992, mit der Vereinbarung der lokalen Agenda 21 und der Aktivierung der Kommunen, war nach dem Brundtlandbericht von 1997, ein wichtiger Schritt in der weltweiten Auseinandersetzung um nachhaltige Entwicklung. Der „Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung“ 2002 sollte 10 Jahre später Bilanz ziehen und neue Richtlinien für die Zukunft setzen.

Die Diskussionen um Standards zum Beispiel zum Klimaschutz, wie sie im Kyoto-Protokoll festgelegt wurden, sind begleitet von weitreichenden Machtpolitiken. Diese prägten auch unübersehbar den Weltgipfel in Johannesburg 2002 und den jüngsten Weltgipfel 2010 in Kopenhagen. Die offiziellen Ergebnisse waren dementsprechend auf beiden Konferenz eher bescheiden. Zwischen dem Alltag jedes/r einzelnen und dem Parkett der Weltkonferenzen gibt es etliche Zwischenglieder, ein wichtiges sind die globalen Netze von Nichtregierungsorganisationen (NROs) oder auch die neu entstandene soziale Bewegung der KritikerInnen einer menschfeindlichen und umweltzerstörenden Globalisierung, wie etwa Attac oder die deutsche NRO zum Weltsozialgipfel. Die Bundesregierung hat eine Enquêtekommission eingerichtet, die sich mit den Konsequenzen der Globalisierung (Schlussbericht: 13,36 MB) beschäftigt hat.

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